Orgelbaumuseum Schloss Hanstein

Ostheim vor der Rhön

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Im Zuge auch Kritik an der damaligen hochtechnisierten Orgel mit ihrer zunehmenden Fülle von dynamisch abgestuften 8‘-Registern und Schaltmöglichkeiten und ihrem Hang zur Entfaltung großer Klangmassen, zu deren Wucht auch Hochdruckregister beitrugen. der Reformbewegungen zu Beginn des 20. Jhdt. regte sich In den 1920er Jahren entstand die sogenannte „Orgelbewegung“, zu der sich Wortführer wie Hans Henny Jahnn, Christian Mahrenholz, aber auch der Bachliebhaber Albert Schweitzer und Dr. Walter Supper bekannten. Walter Supper (1908 - 1984) war Architekt, Orgelsachverständiger und Denkmalpfleger. Er promovierte 1934 mit der Dissertation „Architekt und Orgelbaumeister“. Ab 1938 wirkte er als Baurat bei der Stadt Stuttgart und lehrte als Dozent an der Hochschule für Musik in Stuttgart. Nebenher versah er das Amt des Organisten an der Frauenkirche in Esslingen. Suppers Auffassung von der Orgel war geprägt von der „Orgelbewegung“. 1939 sprach er sich öffentlich gegen eine moderne, an der Architektur des Neuen Bauens orientierten Orgelgestaltung aus. Er war 1951 Mitbegründer der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO). Die Dispositionen der von ihm entworfenen Orgeln galten zu ihrer Zeit als ausgewogen; sie vermieden extrem neobarocke oder experimentelle Klänge. Supper entwarf u. a. Disposition sowie Gehäuse- und Prospektgestaltung der 1969 eingeweihten Hauptorgel des Ulmer Münsters. Seine, nach seinen Vorstellungen einer Barocken Orgel von der Orgelbaufirma Weigle 1936 gebaute Hausorgel, steht als Leihgabe seiner Tochter Uta Henning im Orgelbaumuseum. Sie ist 2-manualig und verfügt über 9 Register und einen Schweller.

Klangbeispiel

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