Orgelbaumuseum Schloss Hanstein

Ostheim vor der Rhön

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Im Gefolge der Französischen Revolution und der Napoleonischen Ära mit ihren Schrecknissen und Zerstörungen lag der Orgelbau im frühen 19. Jhdt. zunächst darnieder. Der folgende Aufschwung brachte jedoch ein neues Interesse am Orgelbau, vor allem auch an der Erstellung von Großwerken mit sich. Die Museumsorgel dieser Epoche, gebaut von Eduard Hofmann (um 1856–1941), Orgelbauermeister in Hofheim/Unterfranken, ist ein Zeitzeuge der Romantik. 1-manualig und mit nach vorne gerichtetem Spieltisch wird sie durch eine mechanische Balganlage mit zwei Schöpf- und einem Magazinbalg mit dem nötigen Winddruck versorgt. Diese lassen sich mit Handbetrieb als auch mittels eines elektrischen Gebläses in Gang setzen. Eine Neuentwicklung im 19. Jhdt. wird in dieser Orgel eingesetzt - die mechanische Kegellade. Für jeden Ton in der Kanzelle gibt es ein Ke- gelventil, das eine Verbindung zu der Pfeife (oder mehreren Pfeifen im Falle eines gemischten Registers) öffnet. Im Gegensatz zur später ent- wickelten pneumatisch angesteuerten Kegellade werden hier die Ventile mechanisch, also direkt geöffnet. Ebenfalls typisch für die Romantik sind die Klangfarben der Orgelregister. Sanft und leise im Salicional 8‘ - etwas voller die Hohlflöte 8‘. Etwas kräftiger und streichend erklingt die Gamba 8‘, abgerundet vom kräftigen Klang des Prinzipal 8‘. Als kleinstes Register steht eine Oktave 4‘ zur Verfügung. Das Pedal ist ans Manual koppelbar und verfügt eigenständig nur über einen grundtönigen Subbass 16‘.

Klangbeispiel

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